Senioren Union

25.10.2019, 07:38 Uhr | Rödermark
 
Stammtisch der Senioren-Union Rödermark mit Försterin
Die Senioren-Union Rödermark hatte zu ihrem Stammtisch im Naturfreundehaus auf der Bulau eingeladen.
Rödermark - Als Referentin war die Revierförsterin Gabriele Rutschmann-Becker angekündigt. Bis auf den letzten Platz war der große Nebenraum besetzt. Außer Mitgliedern waren auch etliche Gäste aus reinem Interesse an dem Thema gekommen. “Was passiert bei diesen Klimaveränderungen mit unserem Wald?”Die Vorsitzende der Senioren-Union Rödermark Monika Bärwalde-Schneiders begrüßte die Anwesenden und Försterin Gabriele Rutschmann-Becker. Diese gab kurz einen Überblick über ihren Werdegang, der sie auf Umwegen zu diesem Beruf geführt hatte, bevor sie auf den Stadtwald Rödermark zu sprechen kam. Über die 4 Waldteile Waldacker, Breidert, Ober-Roden und Bulau verteilen sich 70 % Kiefer, 15 % Buche und 15 % Eiche. Eindrucksvoll die Altersangaben – die Eichen, 160 – 180 Jahre alt, werden 250 bis 300 Jahre bewirtschaftet, die Kiefernbestände sind 150 – 170 Jahre alt. Auch angestoßen von Fragen der Gäste ist sie bald schon beiden Problemen, die die wiederholte Hitze und Trockenheit der letzten beiden Jahre bewirken: Altbuchen sind im ganzen Revier geschädigt bzw. abgestorben, die Nadeln vieler Kiefern sind von einem Pilz befallen, der zum Absterben führt, die Bäume treiben nicht mehr aus. Am widerstandfähigsten ist noch die Stileiche. Die wenigen Fichten, im Stadtwald Rödermark ohnehin nicht standortgemäß, sind vom Borkenkäferbefallenen und vertrocknet. Für den Erhalt des Waldes findet naturgemäßeSelbstbesamung von Kiefern und Eichen in vorbereitete Böden statt, dabeikönnen Wildschweine beim Suchen nach Eicheln für eine natürliche Bodenbereitung sorgen.Es war u.a. weiter die Rede von der Holzernte, vom Windbruch, durch den zu viel Holz vorhanden ist, dadurch der Preisverfall, überlastete Sägewerke, die keine Kapazitäten mehr frei haben, Verkäufe bis nach USA und China.Man ist um standortgerechte Aufforstung und klimaangepassten Wechsel bemüht. Auf Brachen werden Jungpflanzen gesetzt. Auch hier muss mit Ausfällen durch Hitze und Trockenheit gerechnet werden. Es wurde die Frage nach dem Preis für einen Setzling gestellt. Am Beispiel einer Stileiche einschließlich aller Maßnahmen bis die Kultur gesichert ist kommtdie Försterin auf ca. 20.— Euro. Das ist der Punkt, an dem sich der Vorstand der Senioren-Union einklinkt – ein Gutschein über 300,- € wird Frau Rutschmann-Becker als Spende von der Senioren-Union Rödermark überreicht – davon könnten etwa 15 Bäume heranwachsen – so Petrus gnädig ist.Bei dem abschließenden gemeinsamen Essen war noch reichlich Diskussionsstoff vorhanden, was man am Geräuschpegel merken konnte. Mit einem Dank an die Referentin und dem Wunsch, dass es unserem Waldweiter gut gehen möge, ging die Gesellschaft auseinander