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12.11.2019, 19:27 Uhr
Neuanfang für Ober-Roden am Bahnübergang? Zuerst eine gründliche Prüfung der Möglichkeiten!
CDU-Pressemeldung
Die CDU Rödermark begrüßt die Initiative des Bundesverkehrsministeriums zur schnelleren Realisierung von Brücken und Unterführungen im Schienennetz.

Bisher scheiterten Überlegungen, eine Alternative zum schienengleichen Bahnübergang zu realisieren, an der Finanzierungsproblematik. Es ist jetzt zu prüfen, ob und inwieweit der schienengleiche Bahnübergang in Ober-Roden von der Neuregelung umfasst ist und welche Realisierungsmöglichkeiten denkbar wären. Hier unterstützt die CDU den Bürgermeister von Rödermark Jörg Rotter (CDU), der diese Prüfung bereits vorgeschlagen hat.

 

Sollte die Neuregelung anwendbar sein, ist der Bau einer Unterführung für Bahn oder Straße ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Eventuell ist für Ober-Roden hier ein Neuanfang möglich. CDU-Parteivorsitzender Ralph Hartung hierzu: „Die Verkehrssituation im Ortskern von Ober-Roden ist höchst unbefriedigend. Die derzeitigen Verhältnisse stellen eine Gefahr für Fußgänger und Fahrradfahrer dar. Der schienengleiche Bahnübergang führt zu extrem langen Schließzeiten und zu langen Rückstaus. Er behindert auch den S-Bahn-Verkehr selbst, mehr Züge können auf der Strecke nur schwerlich eingeplant werden, weil der Bahnübergang an der Kapazitätsgrenze angelangt ist. Eine Ausweitung der Zugverbindungen ist aus unserer Sicht mit diesem Bahnübergang nicht möglich. Eine Verbesserung des ÖPNV- Angebotes ist aber unumgänglich.“

 

CDU Fraktionsvorsitzender Michael Gensert ergänzt: „Die 25 Jahre alten Planungen sind mit den neuen Rahmenbedingungen nicht in Einklang zu bringen und stellen keine Planungsgrundlage mehr dar. Im Gegensatz zur früheren Planungen sind Verkehrsuntersuchungen durchzuführen und die verkehrlichen Auswirkungen in die Planung mit einzubeziehen. Eine neue Bahnquerung soll dazu dienen, die Attraktivität des Ortskerns zu verbessern. Dies stellt ein wichtiges Ziel der Planung dar. Eine Präferenz für eine bestimmte Variante der Bahnquerung gibt es für uns nicht. Möglich ist sowohl eine Führung der Straße unter der Bahn als auch eine Absenkung des S-Bahn-Verkehrs. Die Diskussion ist ergebnisoffen zu führen. Die Verkürzung der Schließzeiten bei Beibehaltung des schienengleichen Bahnübergangs ist in eine Prüfung ebenfalls einzubeziehen.“

 

Hintergrundinformationen: nach Presseinformationen will das Verkehrsministerium dafür sorgen, dass Engpässe im Schienennetz beseitigt werden. Insbesondere sollen schienengleiche Bahnübergänge wie in der Ortsmitte Ober-Roden abgeschafft werden. Aus einem Gesetzentwurf der Bundesregierung geht hervor, dass insbesondere die Kommunen bei der Finanzierung von Brücken und Unterführungen entlastet werden sollen. Bisher tragen der Straßenbaulastträger, die Bahn und die Kommunen jeweils ein Drittel der Kosten für Bahnunterführungen. Nach der Neuregelung soll der Bund die Hälfte tragen, die Bahn ein Drittel und das Land, in dem die Kreuzung liegt, ein Sechstel der Kosten.